Nasi Goreng Spezial im China Shang Hai

Heute kam ich viel zu spät vom Kunden weg – es war schon nach 14 Uhr, und ich hatte echt Hunger. Bei der erstbesten Parklücke auf der Marienstraße hielt ich an und wollte in den dort liegenden Subway gehen. Doch ich entdeckte zwischen zwei szenigen Kaffeeläden einen chinesischen Take-away. Zumindest dachte ich das wegen der typischen rot-gelben Plastikmenüs, die an der straßenseitigen Außenwand hingen. Als ich den Laden betrat, stand ich zu meiner Überraschung in einem normalen chinesischen Restaurant. Es heißt China Shang Hai.

Kaum saß ich, kam auch schon die Bedienung: „Habän Ssie sson gewählt?“ Ich bestellte etwas, das schnell geht: Nasi Goreng Spezial, das wurde mit „scharf“ auf der laminierten Karte beworben und beinhaltete neben Reis und Gemüse auch Ei, Huhn und Garnelen.

Die Vorsuppe wies die übliche schleimige Konsistenz auf, die durch eine Überdosis Glutamat verursacht wird. So schmeckte die Suppe dann auch: wie Brühe mit viiiieeel Mondamin Fix Soßenbinder und einer kleinen Dose Asia-Gemüse. Immerhin bekam ich davon keine linksseitige Gesichtslähmung, und der größte Hunger war auch erst einmal gestillt.

Das Nasi Goreng selbst war definitiv etwas zu trocken. Die angekündugte Schärfe ging nicht über die von ungarischen Paprikachips hinaus und kam von irgendeinem Gewürz, das ähnlich wie Gelbwurz schmeckt, aber nicht so dolle färbt. Außerdem gab es einen seltsamen Beigeschmack, den ich nicht recht einzuordnen vermag. Das Gericht hat mich schön satt gemacht, aber mehr auch nicht. Das Sättigungsgefühl hielt übrigens sehr lange an.

Die Preise des Ladens sind anständig niedrig – neben dem Nasi Goreng hatte ich eine 0,5-l-Spezi, und bezahlt habe ich nur 7,50 Euro.

Da ich öfters um die Mittagszeit von diesem Kunden komme, könnte es sein, dass ich da öfter hineinschaue und mal den Rest der Karte durchprobiere. Das Nasi Goreng allerdings werde ich wohl nicht noch einmal nehmen.

20110818-232509.jpg

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.