Einmal M17 im Nanking

Ich weiß nicht, wie oft ich schon im Nanking war. Das Nanking ist gleich um die Ecke meines Büros, und einmal die Woche bin ich bestimmt da. Die haben preiswerte Mittagsangebote: ein Hauptgericht mit entweder einer Suppe (toll im Winter) oder einer Frühlingsrolle (auch toll im Winter). Und sehr oft und fürchterlich gerne esse ich das Gericht M17. Keine Ahnung, wie das in Wahrheit heißt, ist auch egal. Es handelt sich um einen Haufen Hühnerfleisch mit Cashew-Nüssen, kräftig Knoblauch und vielen, vielen schwarzen Chilischotenfragmenten. Früher waren die Chilischoten im Ganzen drin – da konnte man sie noch gut raussammeln. Heute versteckt sich so ein Luder gern mal irgendwo. Dann beißt man drauf und wundert sich, dass es plötzlich im Mund immer heißer wird.

Sehr angenehm ist die Bedienung: unaufdringlich, zuvorkommend, und wenn man oft genug da war, wird einem die Karte auch gar nicht mehr vorgelegt – „Heute wieder M17?“

Auch heute war ich wieder im Nanking und habe M17 gegessen, mit Frühlingsrolle (die heute ganz toll geraten ist – nicht zu stark frittiert, sondern noch ganz weich). Macht irgendwie süchtig, das Zeug. Doof nur, dass meine Frau partout keinen Knoblauch mag und ich nun den Rest der Nacht alleine verbringen kann.

3 Gedanken zu „Einmal M17 im Nanking

  1. blog2de

    M17 ist auch mein Favorit da. Aber – ganz im Stil eines Gastrosidekicks – muss ich mal anmerken, dass ich bereits zweimal M17 – Huhn mit Cashews – ohne letztere erhielt. Auf mein vehementes Nachfragen bekam ich dann nochmal ein sehr sehr kleines Schälchen geröstete Cashews nachgeliefert, mit dem Hinweis, dass der Koch halt nicht immer die gleiche Menge reintäte. Ich zeigte der Bedienung dann, dass in meinem Gericht gar keine einzige enthalten war. Dies kommentierte sie mit einem „Oh.“ und liess mich und mein Schälchen mit gefühlt 10 Cashewnüssen alleine. Davon ab bleibt die M17 der Favorit, wenn sie denn alles enthält, was draufsteht.

  2. Pingback: M17 – Nachschlag! « Der GASTRONATOR

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