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Bigger, better, Burger King

Auf dem Weg nach Thüringen zu meinen Schwiegereltern überkam mich pünktlich zur Mittagszeit der Hunger. Doch sollte es nichts Großes sein, schließlich ging es ja zu den Schwiegereltern. Vielleicht ’ne Knackwurst im Brötchen.

So fuhr ich von der A7 ab zur Autobahnraststätte Göttingen-West. Hatte ich mich vorher schon gewundert, warum die A7 so leer war, so wurde dieses Rätsel nun gelöst: Die waren alle hier am Rasthof. Alle. Immense Schlangen an den Knackwurst-Ständen.

Die kürzeste Schlange gab es am Burger-King-Stand. Drei Kassen waren auf, und die Braterei hinten kam gar nicht nach – kaum landete ein Burger im Warmhalteschacht, da war er auch schon wieder raus.

Ich bestellte ein Machwerk namens Double Steakhouse. Wenn ein Produkt die Bezeichnung „Steak“ im Namen trägt, dann ist das ein Versprechen, dann erwarte ich was – und zwar mehr, als dieser Burger hält.

Der Double Steakhouse ist ein ganz simples Ding: zwei Fleischpaddys, eine Scheibe Industriekäse, ein bisschen fader Kopfsalat, der beim Essen gerne mal überprüft, ob die Gravitation noch funktioniert, alles garniert mit einer nichtssagenden, mayonnaiseartigen Soße und ein Symrise-Produkt, das ein wenig rauchig schmeckt, ist wohl auch dabei. Selbst das Brötchen ist langweilig.

Wenn das Teil schon Steakhouse heißt, warum gibt’s es das dann nicht einfach wirklich im Steak-Stil? Das wäre so einfach: statt des Standardsalats einfach in Butter geschmorte Zwiebelringe auf die Paddys drauflegen, zwei, drei Umdrehungen Pfeffer aus der Mühle drüber, fertig.

So aber bleiben die beiden besten Burger-King-Burger für mich der Whopper und wahlweise der Big King.

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