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Thai Curry Chicken im Pho3miên

Man kommt rein in den Asia-Imbiss. Auf den ersten Blick nicht anders als andere – offene Küche, in der zwei vertikal herausgeforderte Asiaten werkeln, beleuchtete Speisekarte darüber, der Geruch. Doch auf den zweiten Blick sieht der Laden reichlich skurril aus – Getränkekisten stapeln sich vor der Theke und dem Toiletteneingang. Der Gastraum ist einigermaßen geschmackvoll, zumindest ordentlich und sauber eingerichtet. Allerdings auch irgendwie abgerissen, wenn man sich die Wände anschaut.

Ich bin hier, weil mich ein Freund hergeschickt hat – im Pho3miên in Hannover, einem scheinbar schlichten, austauschbaren Asia-Imbiss.

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Doch der Schein trügt, wenn man zum Essen kommt. Im Gegensatz zu anderen Asia-Imbissen dieser Preislage dauert es verdächtig lange, bis das Essen auf dem Tisch steht. Kochen die etwa frisch? Aussehen tut mein »Thai Curry Chicken« (T4) zumindest so:

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Es schmeckt gut. Die Portion ist angemessen groß. Und es ist endlich endlich endlich einmal wirklich so scharf, dass der Hinweis »scharf« gerechtfertigt wäre.

Hier komme ich gerne wieder her. Auch wenn ich den Namen des Imbisses nicht richtig schreiben kann.

Chicken Tandoori bei Long Food

Ich esse gerne Indisch. Während ich üblicherweise das Shalimar in der Langen Laube oder das Himalaya am Klagesmarkt frequentiere, hat es mich heute mal in die Ernst-August-Galerie hier in Hannover verschlagen. Dort gibt es einen Schnellimbiss mit augenscheinlich ausschließlich chinesischem Personal, das ausschließlich indische Speisen zubereitet. Long Food heißt der Laden.

Das Chicken Tandoori, das ich mir bestelle, sieht aus wie es aussehen soll: leuchtend Rot. Darin befindet sich eine große Menge buntes Gemüse (Bohnen, Zucchini, Broccoli, Zwiebeln, Paprika, Möhren, Champignons) und eine völlig ausreichende Menge Huhn. Die Schärfe des Gerichts ist angenehm bis fast schon zu dezent, aber das ist wohl dem Durchschnittsdeutschen geschuldet.

Der dazu gereichte, safran- (kurkuma-?) -gelbe Reis ist angenehm trocken und hat eine herbe Kardamom-Note, die ausgezeichnet passt.

Auch das Mango-Lassi, das ich dazu genommen habe, schmeckt hervorragend und ist ganz offenbar selbst gemacht.

Meine Wertung: Hier gibt’s nix zu gastronieren. Long Food ist lecker!

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Miss Saigon Star, oder wie?

Heute muss es wegen Arbeitsanfalls schnell gehen. Darum bin ich im Saigon Star, einem asiatischen Schnellimbiss, der vormals zu einer Kette namens Miss Saigon gehörte. In beiden gibt es ziemlich identische Gerichte in 200 Variationen. Jedenfalls ist die Karte undurchschaubar.

Ich habe A14, das sind Nudeln mit Gemüse und blass gebratenem Huhn. Dazu gibt es eine Nullzwo-Cola, und all das für 4,90 Euro. Geschmack bringt die rote Soße aus der Plastikflasche hinein.

Und nun: Mahlzeit!

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Döner macht schöner

Heute war (und ist noch immer) ein echt stressiger Tag. Der Kunde, dessen Daten erst mit drei Tagen Verzug geliefert worden sind und dessen Deadline ich dennoch nicht überschreiten soll, sorgt seit gestern dafür, dass ich Nacht- und Wochenendschichten vor mir habe. Entsprechend wenig sehe ich meine Familie, entsprechend wenig Zeit habe ich fürs Essen.

Heute Abend musste es mal wieder schnell gehen, damit ich weiterarbeiten konnte. An der Ecke von Stiftstraße und Lange Laube liegt ein türkischer Bäcker namens „Erol Bäckerei Imbiss“. So fantasielos der Name der Butze, so wenig charmant ihr Ambiente auch ist, so gern gehe ich dort doch hin. Einerseits schmeckt mir Erols Hähnchendöner gut, vor allem aber sind die Leute dort sehr freundlich, und ich kriege auch immer einen leckeren, starken Tee hinterher (manchmal wäre mir allerdings ein ordentlicher Schnaps fast lieber).

Heute war wieder wenig Zeit, ich musste zurück an die Arbeit, also schnell einen Döner bestellt, in der Variante „Dönertellermenü“ zu 6,50 Euro. Die Pommes frites liegen dabei stets unter dem Fleisch, was dafür sorgt, dass sie schön vom Fett getränkt werden – ein unnachahmlicher Geschmack, allerdings nix für die Kalorienbewussten unter Euch. Immerhin gibt es als Ausgleich jede Menge Salat dazu.

Zur ohnehin schon großen Portion gesellt sich stets ein ordentliches Körbchen voll Brot sowie ein Getränk. Normalerweise trinke ich ein (einen? eine?) Ayran dazu – das ist mit Wasser verdünnter, leicht gesalzener Joghurt, was sehr fies klingt, aber sehr lecker schmeckt -, doch heute musste es Schwip Schwap aus der Weißblechbüchse sein. Mahlzeit. Und nun zurück an die Arbeit.

Hähnchen-Dönerteller bei Erol Bäckerei Imbiss

Einmal M17 im Nanking

Ich weiß nicht, wie oft ich schon im Nanking war. Das Nanking ist gleich um die Ecke meines Büros, und einmal die Woche bin ich bestimmt da. Die haben preiswerte Mittagsangebote: ein Hauptgericht mit entweder einer Suppe (toll im Winter) oder einer Frühlingsrolle (auch toll im Winter). Und sehr oft und fürchterlich gerne esse ich das Gericht M17. Keine Ahnung, wie das in Wahrheit heißt, ist auch egal. Es handelt sich um einen Haufen Hühnerfleisch mit Cashew-Nüssen, kräftig Knoblauch und vielen, vielen schwarzen Chilischotenfragmenten. Früher waren die Chilischoten im Ganzen drin – da konnte man sie noch gut raussammeln. Heute versteckt sich so ein Luder gern mal irgendwo. Dann beißt man drauf und wundert sich, dass es plötzlich im Mund immer heißer wird.

Sehr angenehm ist die Bedienung: unaufdringlich, zuvorkommend, und wenn man oft genug da war, wird einem die Karte auch gar nicht mehr vorgelegt – „Heute wieder M17?“

Auch heute war ich wieder im Nanking und habe M17 gegessen, mit Frühlingsrolle (die heute ganz toll geraten ist – nicht zu stark frittiert, sondern noch ganz weich). Macht irgendwie süchtig, das Zeug. Doof nur, dass meine Frau partout keinen Knoblauch mag und ich nun den Rest der Nacht alleine verbringen kann.