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Libanesischer Hamburger

Wer an einen Burger denkt, hat vermutlich mächtige, kalorienhaltige Monster mit einem Viertelpfund gebratenem Industriemett, schmierigen Saucen fragwürdiger Inhaltsstoffe im Sinn, dekoriert mit Analogkäse und einem bisschen Alibi-Salat. Warmes, weiches Essen eben.

Dass das auch anders geht, demonstriert einmal mehr mein Lieblings-Libanese „Ali Baba“ an der Goseriede in Hannover.

Zwischen den angeknusperten Brötchenhälften befindet sich eine Mischung aus hauseigenem Krautsalat und ein bisschen Mayonnaise, darauf der dünne Rinderpaddy, ein bisschen Ketchup, darauf viel, viel Kopfsalat und ein paar frische Tomatenscheiben. Das war’s.

Das Geheimnis aber liegt natürlich im Fleischpaddy. Der ist nämlich auf libanesische Art gewürzt. Tolles neues Hamburgererlebnis, und das für nur drei Euro! Gerne wieder!

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Mal was Neues: Sucuk

Heute ist es wieder einmal arbeitsreich, und das bedeutet erneut eine Nachtschicht. Darum muss ich mir auch heute Abend noch was einwerfen und gehe zu meiner Lieblings-Döner-Butze, dem Ali Baba, Goseriede 10-12, 30159 Hannover.

Aber heute probiere ich was für mich Neues – kein Döner, sondern Sucuk.

Sucuk ist hauchfein ausgerolltes Rinderhack, das entfernt an Cevapcici erinnert, und man ist so freundlich und macht mir gleich einen ganzen Teller davon (obwohl das gar nicht auf der Karte steht). Dazu kommt jede Menge Salat und Reis. Lecker!

Der libanesische Laden ist erst einige Wochen alt, also kommt schnell vorbei und überzeugt Euch.

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Sesam, öffne dich!

Seit einiger Zeit gibt es gegenüber der Kestner-Gesellschaft und damit wieder einmal in unmittelbarer Nähe meines Büros ein libanesisches Bistro. Dort gibt es gegrilltes Fleisch vom Spieß – hierzulande als Döner bekannt -, aber eben auch richtiges libanesisches Schnellimbiss-Essen. Der Laden heißt fantasiefreierweise Ali Baba. So heißen ungefähr zweihunderttausend Dönerbutzen in Deutschland. Was diesen Ali Baba von den meisten anderen Ali Babas unterscheidet: In diesem Ali Baba wird alles selbst gemacht. Angefangen beim Salat über die Mettspezialitäten und das Brot bis hin zum Dönerspieß. Aus diesem Grund bekommt man übrigens auch Reis statt Pommes. Ob die überhaupt eine Fritteuse haben? Keine Ahnung.

Der Knabe, der hinter der Theke steht, ist eigentlich Fleischer von Beruf, und er scheint sein Handwerk zu verstehen – selten bekommt man irgendwo so leckeren Döner. Irgendwann muss ich da auch mal andere Sachen probieren, aber mich zieht es immer und immer wieder hin zu dieser knusprigen Teigtasche mit der unglaublich knackigen Salat- und der unglaublich saftigen Fleischfüllung. Auch als Dönerteller zu haben. Natürlich.

Tipp des Hauses ist übrigens der libanesische Hamburger, den ich jedoch noch nicht probiert habe.

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Marc Schinköth!

[--- Der erste Teil dieses Artikels wurde gestern Abend vor dem großen Stromausfall geschrieben, der Hannover anderthalb Stunden in dunkle Nacht tauchte. ---]

Ich muss heute bis in die Puppen arbeiten (ich sitze jetzt noch im Büro, wir haben es jetzt 22:20 Uhr, und wenn die Pause, die ich zum Bloggen nutze, vorbei ist, arbeite ich weiter). Doch um 18 Uhr brauchte ich was zu essen. Eigentlich wollte ich ins Ali Baba gehen, um einen der tollen Döner dort zu essen, doch unverhofft kommt oft: Ich traf eine ehemalige Kollegin, und so zog ich es vor, ein paar Schritte weiter zu gehen und mit ihr im Besitos tapas y mar einzukehren. Das Besitos liegt Luftlinie rund hundert Meter von meinem Büro entfernt, aber ich bin extrem selten da. Der Laden hat halt nicht zur Mittagszeit auf, und das Preisgefüge ist auch nicht so, dass ich dort abends immerzu hinwollte.

Nachdem ich vor einigen Wochen auf meinem Firmen-Blog den Artikel über das XING-Event im Prachtstück in Hannover geschrieben hatte (was letztendlich dazu geführt hat, dass ich zum GASTRONATOR wurde, da das Prachtstück mittlerweile pleite ist), ist Marc Schinköth (Facebook-Link) vom Besitos tapas y mar etwas „unruhig“ – weil das nächste XING-Event in seinem Hause stattfindet. Natürlich alles scherzhaft, weil er weiß, dass sein Haus gut ist. Aber der Scherz ist nett, und darum führen wir ihn fort. Als er mich dann heute hereinkommen sah, wurde er schon ganz „blass“, um den Scherz fortzuführen. Seltsamerweise schickte er uns dann auch die hübscheste Bedienung aller Zeiten mit dem tollsten Lächeln, das man(n) sich nur denken kann.

Wie dem auch sei, ich orderte eine Hähnchen-Paella und einen trockenen Sherry. Einen Sherry trinke ich bei jeder sich bietenden Gelegenheit, denn irgendwie müssen die Sherry-Fässer, die man für die Whisky-Produktion benötigt, ja leer werden. Da Sherry-Trinken bei älteren Damen leider ein wenig aus der Mode gekommen ist, muss ich nun nachhelfen. Außerdem orderten wir eine große Flasche Wasser – die sei zehn Cent billiger als wenn jeder für sich ein Wasser bestellte, sagte die hübscheste Bedienung aller Zeiten mit dem tollen Lächeln. Sie war nicht nur optisch, sondern auch kundenorientierterweise spitze! (Und, ich wiederhole mich, sie sah echt spitze aus. Tolles Lächeln. Und hoffentlich liest das hier meine Frau nicht. Sonst darf ich nicht zum XING-Event.)

[--- An dieser Stelle erwischte mich der Stromausfall. WordPress sichert allerdings selbstständig den Zwischenstand - ich schreibe jetzt also einfach am nächsten Morgen weiter. ---]

Die Paella, die in einer heißen Pfanne an den Tisch geliefert wurde, sah schon gut aus (wenn sie auch nicht entfernt mit der Bedienung mithalten konnte) und wurde mit einem Löffel serviert (heißt das nicht eigentlich „über den Löffel balbiert“?). Obenauf lagen zwei Zitronenspalten und zwei halbe Flügel, und innen drin war sehr viel Brustfleisch. Sehr gut gelungen war der Reis, der ordentlich mit Gemüse durchmengt war. Bei einer Zutat bin ich mir nicht sicher, ob es sich um fein geschnittene Mandeln oder um fein geschnittenen Knoblauch handelte. Geschmeckt hat meine Paella jedenfalls sehr gut. Der Sherry übrigens auch.

Die kleinen Flügelchen musste ich mit der Hand essen – mit einem Löffel alleine wäre das schlicht unmöglich. Ich hatte also fettige Finger. Was nun definitiv fehlte und auch nicht geliefert wurde waren diese kleinen feuchten Tüchlein, mit denen man sich vom Fett befreien kann. Gab’s nicht. Ich musste also durch den ganzen Laden wandern, die Treppe hoch, zu den Toiletten, und mir dort die Hände waschen. Währenddessen blieb meine Begleitung angeödet zurück. Verbesserungsbedarf, Herr Schinköth!

Bezahlen musste ich dann übrigens bei einer anderen Bedienung, die gegen die erste junge Frau die Ausstrahlung eines vertrockneten Distelgewächses hatte. (Aber diese Wertung ist total ungerecht. Wie heißt dieses US-Starlet, das außer hübsch aussehen nix kann? Megan Fox? Auch die hätte neben unserer ersten Bedienung reichlich blass ausgesehen. Kunstwesen können mit Natürlichkeit nämlich nicht mithalten.) Wahrscheinlich hat mir der Herr Schinköth des psychologischen Effekts wegen zwei Bedienungen geschickt: Während ich mich bei Erhalt der Rechnung fragte, wo „meine“ Bedienung ist, fiel der horrende Betrag auf der Rechnung dann nicht mehr auf. Eine Paella (12,90 Euro – zwei, drei Euro weniger wären angemessen für dieses zwar ausgesprochen leckere, aber doch eher einfache Gericht), ein Sherry (2,90 Euro – der Preis ist okay), ein koffeinfreier Latte Macchiato (2,90 Euro – auch okay) und eine Flasche Mineralwasser (4,90 Euro für 0,75 Liter – das sind 6,53 Euro pro Liter, und es geht hier um Wasser, nicht um Superbenzin! Geht’s noch?? Leben wir hier in einem ariden Gebiet mit Wassermangel oder was??) – insgesamt belief sich die Rechnung auf 23,60 Euro. Trotz des reichlich hohen Preises habe ich ohne zu murren bezahlt – und würde es wieder tun. Das Lächeln dieser superhübschen Bedienung allein für sich genommen war es wert.

Und hoffentlich liest dies meine Frau nicht.

Muss Marc Schinköth nun Angst vorm GASTRONATOR haben? Ich glaube nicht.

Paella im Besitos tapas y mar