Archiv der Kategorie: Chinesisch

Nasi Goreng Spezial im China Shang Hai

Heute kam ich viel zu spät vom Kunden weg – es war schon nach 14 Uhr, und ich hatte echt Hunger. Bei der erstbesten Parklücke auf der Marienstraße hielt ich an und wollte in den dort liegenden Subway gehen. Doch ich entdeckte zwischen zwei szenigen Kaffeeläden einen chinesischen Take-away. Zumindest dachte ich das wegen der typischen rot-gelben Plastikmenüs, die an der straßenseitigen Außenwand hingen. Als ich den Laden betrat, stand ich zu meiner Überraschung in einem normalen chinesischen Restaurant. Es heißt China Shang Hai.

Kaum saß ich, kam auch schon die Bedienung: „Habän Ssie sson gewählt?“ Ich bestellte etwas, das schnell geht: Nasi Goreng Spezial, das wurde mit „scharf“ auf der laminierten Karte beworben und beinhaltete neben Reis und Gemüse auch Ei, Huhn und Garnelen.

Die Vorsuppe wies die übliche schleimige Konsistenz auf, die durch eine Überdosis Glutamat verursacht wird. So schmeckte die Suppe dann auch: wie Brühe mit viiiieeel Mondamin Fix Soßenbinder und einer kleinen Dose Asia-Gemüse. Immerhin bekam ich davon keine linksseitige Gesichtslähmung, und der größte Hunger war auch erst einmal gestillt.

Das Nasi Goreng selbst war definitiv etwas zu trocken. Die angekündugte Schärfe ging nicht über die von ungarischen Paprikachips hinaus und kam von irgendeinem Gewürz, das ähnlich wie Gelbwurz schmeckt, aber nicht so dolle färbt. Außerdem gab es einen seltsamen Beigeschmack, den ich nicht recht einzuordnen vermag. Das Gericht hat mich schön satt gemacht, aber mehr auch nicht. Das Sättigungsgefühl hielt übrigens sehr lange an.

Die Preise des Ladens sind anständig niedrig – neben dem Nasi Goreng hatte ich eine 0,5-l-Spezi, und bezahlt habe ich nur 7,50 Euro.

Da ich öfters um die Mittagszeit von diesem Kunden komme, könnte es sein, dass ich da öfter hineinschaue und mal den Rest der Karte durchprobiere. Das Nasi Goreng allerdings werde ich wohl nicht noch einmal nehmen.

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Bratnudeln mit Gemüse im Noosou

Was zum Henker kann man da bloß falsch machen? Nudeln, Gemüse, Gewürze, Öl, Wok. Im Noosou im Hauptbahnhof Hannover schaffen Sie es, dass dieses Simpelgericht nach absolut nichts schmeckt – nur die Nudeln erinnern ein wenig an Pappe. Und dafür 4,90 Euro.

Scharfe Soße drüber und klarmachen zum gastronieren.

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Miss Saigon Star, oder wie?

Heute muss es wegen Arbeitsanfalls schnell gehen. Darum bin ich im Saigon Star, einem asiatischen Schnellimbiss, der vormals zu einer Kette namens Miss Saigon gehörte. In beiden gibt es ziemlich identische Gerichte in 200 Variationen. Jedenfalls ist die Karte undurchschaubar.

Ich habe A14, das sind Nudeln mit Gemüse und blass gebratenem Huhn. Dazu gibt es eine Nullzwo-Cola, und all das für 4,90 Euro. Geschmack bringt die rote Soße aus der Plastikflasche hinein.

Und nun: Mahlzeit!

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Einmal M17 im Nanking

Ich weiß nicht, wie oft ich schon im Nanking war. Das Nanking ist gleich um die Ecke meines Büros, und einmal die Woche bin ich bestimmt da. Die haben preiswerte Mittagsangebote: ein Hauptgericht mit entweder einer Suppe (toll im Winter) oder einer Frühlingsrolle (auch toll im Winter). Und sehr oft und fürchterlich gerne esse ich das Gericht M17. Keine Ahnung, wie das in Wahrheit heißt, ist auch egal. Es handelt sich um einen Haufen Hühnerfleisch mit Cashew-Nüssen, kräftig Knoblauch und vielen, vielen schwarzen Chilischotenfragmenten. Früher waren die Chilischoten im Ganzen drin – da konnte man sie noch gut raussammeln. Heute versteckt sich so ein Luder gern mal irgendwo. Dann beißt man drauf und wundert sich, dass es plötzlich im Mund immer heißer wird.

Sehr angenehm ist die Bedienung: unaufdringlich, zuvorkommend, und wenn man oft genug da war, wird einem die Karte auch gar nicht mehr vorgelegt – „Heute wieder M17?“

Auch heute war ich wieder im Nanking und habe M17 gegessen, mit Frühlingsrolle (die heute ganz toll geraten ist – nicht zu stark frittiert, sondern noch ganz weich). Macht irgendwie süchtig, das Zeug. Doof nur, dass meine Frau partout keinen Knoblauch mag und ich nun den Rest der Nacht alleine verbringen kann.